Weihnachtsmarkt
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Weihnachten in England



Üppige Dekorationen mit Mistelzweigen, Stechpalme, Lorbeer und Girlanden gehören ebenso zu Weihnachten in England wie ein opulentes Weihnachtsessen. - Traditionell gibt es am 1. Weihnachtstag ein Festmahl mit Truthahn (Turkey) in England, der "Gregor" genannt und entweder mit Backpflaumen und Äpfeln oder Hackmasse und Brot gefüllt wird. Neben dem Truthahn gehören auch der typisch englische, flambierte Plumpudding und Eierpunsch zum Weihnachtsessen dazu. Während des Weihnachtsessens tragen die Engländer häufig Papp-Hüte und zünden Knallfrösche.

In England bringt der Weihnachtsmann, der meist als Father Christmas und seltener als Santa Claus bezeichnet wird, die Geschenke. Wie bei den Amerikanern heißt es auch in England, dass der Weihnachtsmann in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember mit seinem Rentierschlitten unterwegs ist, durch die Kamine der Häuser rutscht und Geschenke in den meist am Kaminsims aufgehängten Strümpfen (stockings) hinterlässt. Die typischen Weihnachtsstrümpfe (stockings) sind relativ lang, weihnachtlich verziert und oft mit dem Namen der Besitzer versehen. Das Auspacken der Weihnachtsgeschenke findet in England am Morgen des 25. Dezembers statt.

Traditionell sitzt die Familie am 25. Dezember gegen 15:00 Uhr vor dem Fernseher, um sich gemeinsam die jedes Jahr stattfindende Weihnachtsansprache der Queen an den Commonwealth anzuschauen und anzuhören.

Der 26. Dezember wird als Boxing Day bezeichnet. An diesem Tag werden traditionell Bekannte und Freunde besucht.

Zu den weiteren englischen Weihnachtsbräuchen gehört beispielsweise das Küssen unter dem Mistelzweig. - Mistelzweige werden häufig über Türen aufgehängt, begegnen sich dort zwei Menschen, dürfen sie sich küssen. Misteln stehen als Zeichen von Frieden und Versöhnung. Das Weihnachtssingen der Kinder ist ebenfalls noch weit verbreitet in England. Die Kinder ziehen von Haus zu Haus und singen die so genannten Christmas Carols (alte Weihnachtslieder). - Damit wird an die Zeiten erinnert, als Kinder aus ärmeren Verhältnissen zu Weihnachten bei Reichen sangen, um milde Gaben zu erbitten. Auch die Weihnachtspost spielt in England eine sehr große Rolle. Jahr für Jahr werden mehr als eine Billion Weihnachtskarten verschickt. Die erhaltenen Weihnachtskarten werden zu Weihnachten an langen Schnüren im Zimmer aufgehängt oder auf dem Kaminssims aufgestellt.

Zum Abschluss der Weihnachtszeit stattet die Gestalt "Mari Lwyd" den Engländern am 6. Januar einen Besuch ab. - Bei "Mari Lwyd" handelt es sich um eine weißvermummte Person, die an den Haustüren klingelt, Rätsel stellt und gleichfalls ein Rätsel gestellt bekommt. Wer hier versagt, wird von "Mari Lwyd" gebissen und muss diese bewirten.